Zur neuen Dauerausstellung im STRALSUND MUSEUM

Die Ostsee Zeitung hat am 5. Mai 2026 darüber berichtet, dass die neue Dauerausstellung des STRALSUND MUSEUM einen Zeitraum von 4000 Jahre v. Chr. bis 1814 abdecken wird. Die Warengeschäfte der Familien Wertheim und Tietz entstanden erst später. Die Brüder Abraham und Theodor Wertheim eröffneten ihr „Manufactur- und Modewarengeschäft“ am 15. April 1852. Leonhard Tietz übernahm erst 1876 zusammen mit einem Birnbaumer Schulfreund die Firma „Winkelmann Nachfolger“ in der Wasserstraße 14 und eröffnete dann am 14. August 1879 gemeinsam mit seiner Frau Flora ihr eigenes Geschäft in der Ossenreyerstraße 31. Dass Stralsund als Wiege der Deutschen Warenhauskultur gelten kann, wird im STRALSUND MUSEUM somit erst einmal nicht deutlich. Allerdings war ohnehin geplant, die historischen Warenhäuser in Stralsund zum Gegenstand einer Sonderausstellung zu machen. Insofern freuen wir uns, dass Frau Dr. Heun, die Leiterin des STRALSUND MUSEUM, die Möglichkeit eröffnet, an Ergänzungen der neuen Dauerausstellung in einem „offenen Prozess“ mitzuwirken. Hieran wird unser Verein gerne mitwirken. Dies sehen wir auch als Möglichkeit, die jahrelange erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem STRALSUND MUSEUM, z. B. für die seinerzeitige Ausstellung „140 Jahre Leonhard Tietz in Stralsund“ im Museumshaus, fortzusetzen.

Quelle

Philipp Schulz: Streit um das Stralsund Museum, Ostsee Zeitung, 05.05.2026, S. 9