Ausstellung „Die jüdischen Kaufmannsfamilien in Stralsund“

Der gemeinnützige Förderverein „Historische Warenhäuser Wertheim und Tietz in Stralsund e.V.“ eröffnet am 8. November 2018 im Rahmen der Veranstaltungen anlässlich von 80 Jahren Reichspogromnacht eine Ausstellung in der Kulturkirche St. Jakobi. Gezeigt werden Orte jüdischer Geschichte sowie Biographien prägender Kaufmannsfamilien wie Wertheim, Tietz, Blach und Cohn.

Die Ossenreyerstraße in Stralsund mit einem Geschäft der Familie Tietz, um 1903

In der Ossenreyerstraße, nur wenige Meter vom Ausstellungsort entfernt, stehen noch heute zwei der deutschlandweit wenigen erhalten gebliebenen Warenhäuser: Das 1903 errichtete Alt-Wertheim mit seiner großartigen, restaurierten Fassade und seinem imposantem Lichthof sowie ein Gebäude der Familie Tietz, das 1928 im Stile der neuen Sachlichkeit eröffnet wurde. Damit gilt Stralsund als Wiege der deutschen Warenhauskultur. Dargestellt wird aber auch, wie und wo an die Zerstörung jüdischen Lebens in Stralsund und die Schicksale der jüdischen Kaufmannsfamilien heute erinnert wird.

Die Ausstellung wurde durch eine Förderung der Stiftung für Ehrenamt und bürgerschaftliches Engagement in Güstrow sowie durch Spenden der beiden IT-Unternehmen adesso AG und affinis GmbH, die Niederlassungen in Stralsund betreiben, ermöglicht.

Laufzeit der Ausstellung: Eröffnung 8. November, 15 Uhr; bis 13. Dezember 2018
Ausstellungsort: Kulturkirche St. Jakobi, Eintritt frei

Die Kulturkirche St. Jakobi ist zur Zeit Mo-Fr von 11.00 – 15.00 Uhr geöffnet.